Die Kartoffel und ihre Stärken

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Die Kartoffel und ihre Stärken.


Die Kartoffel hat es eigentlich nicht verdient, in einem Keller achtlos gelagert zu werden. Bei einem alltäglichen Nahrungsmittel wie der Kartoffel vergisst man schnell, einmal genau hinzuschauen. Sie wurde lange als Dickmacher verschrien.
Als schmackhafte Quelle lebenswichtiger Nährstoffe, liegt die Kartoffel wieder voll im Trent. Ursprünglich ist die Kartoffel ein Hochlandgewächs. Sie stammen aus den Anden und wurden bereits 8000 Jahre v, Chr. von den Ureinwohnern in bis zu 4000 Metern Höhe angebaut und kultiviert.

Seit ihrer Entdeckung erlebte sie in allen Teilen der Welt eine beispiellose Entdeckung.

Jeder Deutsche verzehrt etwa 70 kg im Jahr und 280 Mio. Tonnen werden jährlich weltweit geerntet. Die Kartoffel bietet uns bei der Zubereitung vieler Gerichte Abwechslung im Speiseplan.
Mit ihren hohen Anteil an Vitamin A, B1, B2, C, E, Pantothensäure und Biotin, Mineralien wie Phosphor, Eisen, Magnesium und Kalium, ermöglicht sie uns eine gesunde Ernährung und verhindert damit Übergewicht und Stoffwechselerkrankungen. Auch bei diätischer Ernährung bietet uns die Kartoffel ein breites Anwendungsspektrum, da sie leicht verdaulich ist.
Kartoffeln sind eine leckere und gesunde Beilage zu allen Gemüse- und Fleischgerichten. Eine Extraportion Vitamine kann man noch mit frischen Kräutern wie Petersilie, Rosmarin, Schnittlauch, Salbei, Kerbel oder Majoran dazugeben. Durch die Lagerung und das Garen im Wasser werden allerdings bis zu 50 Prozent der Vitamine zerstört.

Die Kartoffel kann aber auch zur Gefahr werden. Grüne Stellen und Keimansätze müssen vor dem Garen gründlich entfernt werden, da sie den Giftstoff Solanin enthalten.
Solanin lässt sich auch bei längeren Garen nicht zerstören, weil er hitzestabil ist. Kinder können mit in der Nahrung aufgenommenen Menge an Solanin mit einer Schleimhautreizung reagieren. In seltenen Fällen können auch Krämpfe, Lähmungen oder Atemlähmungen auftreten. Bei Erwachsenen ist Solanin eher unbedenklich.
Diskutiert wird auch über gesundheitliche Schäden durch Acrylamide. Sie entstehen beim Frittieren, Grillen, Braten oder durch Rösten. Auf jeden Fall gilt: Die Dosis macht das Gift.

Leider geraten die Heilwirkungen der Kartoffel zunehmend in Vergessenheit. Kartoffelsaft puffert die Magensäure ab und wirkt krampflösend. Rohe, geriebene Kartoffeln werden ausgepresst und sofort nach der Zubereitung(100 ml täglich)getrunken. Das hilft bei Sodbrennen, verstärkten Aufstossen und Übelkeit. Dadurch können viele Betroffene auf Medikamente aus der Apotheke verzichten. Natürlich sollte auch die Ernährung und die bisherigen Lebensgewohnheiten überdacht werden. Alkoholkonsum sowie Süssigkeiten sollten reduziert werden. Ist nach 2-3 Wochen keine Besserung aufgetreten, sollte ein Arzt zu Rate gezogen werden.

Die Kartoffeln in der Schale gekocht und zerdrückt, haben ein besonderes Warmhaltevermögen. Das hat sich gut bei Blasenentzündung, Husten und Bronchitis, Wirbelsäulenbeschwerden, Schulter- und Nackenverspannungen bewährt. Bei rheumatischen Gelenkbeschwerden(nicht anwenden bei entzündeten, überhitzten oder geschwollenden Gelenken) empfiehlt es sich, rohe Kartoffeln zu reiben, mit heissen Wasser zu übergiessen und nach dem Abkühlen Hände und Füsse darin zu baden.
Die Kartoffel findet aber auch in vielen anderen Bereichen Anwendung. Sie hat einen Stärkeanteil von 30 Prozent, daher ist Kartoffelstärke die Grundlage für Puddingpulver und Verdickungsmittel. Nicht wegzudenken in der Papierindustrie, für die Produktion von Pappe und für die kreative Arbeit im Kindesalter. Wir erinnern uns an den guten alten Kartoffeldruck.

Autor: http://www.contentworld.com/authors/profile/7744/


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