Mit sparsamkeit gegen falsche Bilder

Kunsterkennung Software | Bild Quelle: greenmagnate.com; indiatalkies.com

Mit sparsamkeit gegen falsche Bilder

Wie macht man aus einem dummen Computer einen ernst zu nehmenden Kunstkenner?
Auch bei gegenständlicher Malerei braucht ein Experte Abstraktionsvermögen. Vor allem wenn es gilt, Gemälde einem bestimmten Künstler zuzuschreiben und andere als Fälschung zu entlarven. Denn hierfür muss der Kunstkenner in der Lage sein, die immer gleiche “Handschrift” eines Malers aus sehr unterschiedlichen Werken zu destillieren.

Zu einer solch abstrakten Leistung waren Computer bislang nicht in der Lage. Zwar erkennen sie ohne Mühe. ob ein Bild verschieden ist von einer Vorlage oder nicht; es fällt den Rechnern jedoch sehr schwer, die Gemeinsamkeiten zu isolieren, die mehrere Bilder besitzen und die sie von einer Reihe anderer Gemälde unterscheiden.

Der Informatiker James Hughes am Dartmouth College in New Hampshire hat nun ein Echtheitsverfahren entwickelt, da sich an menschlichen Sehgewohnheiten orientiert: das sogenannte Sparse Coding. Es imitiert das “sparsame” Vorgehen von Neuronen im Gehirn, sich bei der Bilderkennune auf die wesentlichsten Merkmale zu konzentrieren – ein Mensch erkennt die Mona Lisa auch noch bei starker Verfremdung des Bildes, solange der “Kern” der Darstellung erhalten bleibt.
Hat Hughes Computer mittels der Sparse-Coding-Software erst einmal die wesentlichen gemeinsamen Merkmale verschiedener Werke eines Künstlers erkannt, gibt er Alarm, sobald ein Bild deutlich andere Charakteristika besitzt.

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