Viren sind tote Parasiten

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Viren sind tote Parasiten.


Der biologische Sinn des Lebens besteht darin, sich selbst zu reproduzieren. Wenn man den Erfolg einer Art daran misst, stellt man fest, dass es einen eindeutigen Sieger gibt: Viren. Ein Virus ist aufgebaut aus einer Eiweisshülle, die im Inneren ein genetisches Programm trägt und schützt.

Dabei sind Viren, per Definition, gar keine Lebewesen. Um von einem Lebewesen sprechen zu können, müssen nämlich einige Kriterien erfüllt werden, die das Virus nicht erfüllt. So weisen Viren keinen Stoffwechsel auf – für Wissenschaftler ist dies Grund genug, um die Viren nicht als Lebewesen anzusehen. Doch auch wenn Viren keine Lebewesen sind, hält sie das nicht davon ab, solche zu ärgern.

“Viren sind tote Parasiten.”

Ein Satz, der zunächst paradox klingt – aber dennoch seine Richtigkeit hat. Viren können sich nämlich nur mithilfe von anderen Organismen, die sie dazu vorher befallen müssen, reproduzieren. Das Eindringen in die Wirtszelle gelingt dem Virus durch einen genialen Trick: Alle Zellen besitzen auf ihren Oberflächen Rezeptoren, die dazu dienen, Substanzen in die Zelle herein – bzw. herauszuschleusen. Man kann sich dies wie ein Schloss vorstellen. Die Viren lagern nun ihre Schwanzfäden, die spezifisch auf den einen Zelltyp passen, an diese Anheftungsstelle und geben der Zelle damit zu verstehen, dass sie gerne eintreten möchten. Somit gelangt das Virus in die Zelle.
Aufgrund dieser genialen Strategie werden Viren auch manchmal mit dem Trojanischen Pferd verglichen. Sobald das Virus dann in die Zelle eingedrungen ist, verliert das Virus die Eiweissschale – nun bleibt nur noch das darin enthaltene genetische Material übrig.
Dieses genetische Material enthält den Auftrag: “Erstelle weitere Viren!”. Die befallene Zelle gräbt also in gewisser Hinsicht ihr eigenes Grab, indem es den Eindringling sogar noch unterstützt.

Die Zelle erstellt also unzählige Kopien der Eindringlinge – solange bis die Zelle schliesslich platzt. Nun haben die Viren freie Bahn und können weitere Zellen im Organismus befallen. Ein Teufelskreis. Wenn die Abwehrmechanismen des Organismus versagen, kann dies zum Tode führen. Dann haben die Viren ihre Mission erfüllt? Falsch.

Die Tötung des Wirtes ist nicht das Ziel.

Dass Viren ihren Wirt töten wollen, ist ein absoluter Trugschluss. Denn Fakt ist: Wenn der Organismus stirbt, hat das Virus keine Chance, sich weiter zu reproduzieren.

Da die eigene Reproduktion das höchste Ziel der Viren ist, wäre es unklug, die Lebensgrundlage, den Wirt, zu töten. Im Laufe der Evolution kam es also dazu, dass die Viren, die den Wirt zwar schwächen, aber nicht umbringen, überlebten – während Viren, die den Wirt töteten, einen Selektionsnachteil hatten und somit von der Bildfläche verschwanden.

Zusätzlich entwickelten Organismen im Laufe der Evolution Abwehrmechanismen, um die Viren in die Schranken zu weisen. Es findet also eine Ko-Evolution statt. Eine Anpassung auf der einen Seite führt zu einer Anpassung auf der anderen Seite.

Wieso sterben dennoch Lebewesen aufgrund von Viren?

Bestimmte Organismen haben sich bestimmten Viren angepasst. Ein Virus, das in den vergangenen Millionen von Jahren nur eine Art befallen hat, ist in der Regel so angepasst, dass es diese Art nicht tötet. Und die Art wiederum ist so angepasst, dass der Befall durch die bestimmten Viren nicht tödlich verläuft. Was ist aber, wenn das Virus von dem eigentlichen Wirt zufällig auf einen Wirt, der einer anderen Art angehört, übertragen wird. Diese Art kennt die Situation nicht und hat keine passenden Abwehrmechanismen entwickeln können. Dies hat dann in den meisten Fällen tödliche Folgen. Dass der Virus diesen Organismus befällt, ist unbeabsichtigt gewesen.
Ein Irrtum!

Autor: http://www.contentworld.com/authors/profile/9285/


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